Der Goldstandard im Wandel: Ist Epi-on-Cross-Linking bereit für die klinische Praxis?

Infos

Fachzeitschrift: CONCEPT OPHTHALMOLOGIE

Untertitel:

Autor: Prof. Dr. Dr. Farhard Hafezi

Basispunkte: 1

Zusatzpunkte: 1

Zeit: 90 Minuten

Gültig bis: 2027-10-19

Zert. Stelle: Bayrische Landesärztekammer

Beschreibung:

Seit über zwei Jahrzehnten gilt das erste Protokoll zum kornealen Cross-Linking (CXL), das „Dresden-Protokoll“, als Goldstandard bei progredientem Keratokonus und anderen Hornhautektasien (1). Es ist einfach, aber langsam: Das Epithel wird abgetragen, damit Riboflavin das Stroma erreichen kann; die Hornhaut wird gesättigt und anschließend 30 Minuten lang mit UV-A-Licht (3 mW/cm²) bestrahlt, was einer Fluenz von 5,4 J/cm² entspricht. Die dabei ausgelöste photochemische Reaktion vernetzt die Kollagenfibrillen des Stromas und versteift es; so wirkt sie der Ektasie entgegen. Der Preis dafür ist der Epitheldefekt: Schmerzen, mehrere Tage Rekonvaleszenz, ein erhöhtes Infektionsrisiko, solange der Defekt offen ist, und höhere Anforderungen an ein steriles Behandlungsumfeld. Das Epi-on-Cross-Linking versprach eine Behandlung ohne diesen Preis und blieb mindestens 15 Jahre lang hinter diesem Versprechen zurück. Heute verstehen wir weitgehend, warum, und die neuesten Protokolle sind darauf ausgelegt, diesen Ursachen entgegenzuwirken. Dieser CME-Beitrag behandelt im ersten Teil die Frage, ob das Epi-on-CXL bereits reif für den Routineeinsatz ist; Teil 2 widmet sich der Rehabilitation des Sehvermögens, welches durch den Keratokonus bereits genommen wurde.

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Fragen

1 von 10

Welche drei Faktoren begrenzen laut Artikel die Wirksamkeit des Cross-Linkings bei intaktem Epithel?

Welche Aussage zur iontophoresegestützten Riboflavinapplikation trifft zu?

Warum lässt sich die Bestrahlungsdauer beim beschleunigten CXL nicht beliebig durch eine entsprechend höhere Bestrahlungsstärke verkürzen, selbst wenn die Fluenz gleich bleibt?

Für welche Patientin oder welchen Patienten kommt laut Artikel ein modernes Epi-on-Protokoll als evidenzgestützte Behandlungsoption in Betracht?

Welche Aussage beschreibt die Rolle des Standard-CXL für die visuelle Rehabilitation bei Keratokonus am zutreffendsten?

Ein Patient hat nach CXL eine stabile Hornhaut, klagt aber weiterhin über schlechte Sehqualität bei irregulärem Astigmatismus. Welche Aussage zur Versorgung mit formstabilen Korneal- oder Sklerallinsen trifft zu?

Welche Aussage entspricht dem im Artikel verwendeten Konzept des „Gewebs-Budgets“?

Welche Aussage zur torischen phaken Intraokularlinse bei Keratokonus trifft zu?

Bei ausgeprägter Vernarbung oder einer für andere Verfahren zu dünnen Hornhaut kann eine Keratoplastik erforderlich werden. Welches Verfahren bevorzugt der im Artikel zitierte Konsensus bei gesundem Endothel?

Ein Jahr nach CXL hat sich die Hornhaut eines Patienten um mehr als 2 D abgeflacht. Er wünscht eine gewebsabtragende visuelle Rehabilitation. Welches Vorgehen entspricht der im Artikel beschriebenen Strategie der Autoren?